Arcadia auf Tour: Skalica

Die St. Georg Rotunde  in Skalica, einer kleinen, aber dennoch sehr beeindruckenden Stadt an der tschechisch-slowakischen Grenze , die sich seit dem ausklingenden 14. Jahrhundert mit dem Titel einer freien Königsstadt schmücken durfte, gilt als das älteste erhaltene Baudenkmal der Stadt.

Das frühromanische Bauwerk, das seit langem das Interesse von Archäologen und Kunsthistorikern weckt und viele weitere Fragen noch offen lässt, wird nach neuester Forschung, dank der erhaltenen Fundamente, in das ausklingende 10. bzw. in die erste Hälfte des 11. Jahrhunderts datiert. Ursprünglich mit den Stadtmauern verbunden, erfüllte sie ihre Abwehrfunktion und diente gleichzeitig als Kapelle. Die Modernisierung der Rotunde erfolgte in der Gotik, im Barock und der Renaissance durch zahlreiche Hinzufügungen.

Die Ausstattung ist schlicht gehalten, die 1995 – 1996  restaurierten Fresken aus dem 15.-16. Jahrhundert, die der akademische Maler A. Leixner entdeckt hat, stellen die St. Georg Legende im Bezug auf die glorreiche Geschichte der Stadt dar.

Seit 2002 ist die Skalicaer Rotunde als Teil der regionalen Daueraustellung unter dem Patronat des Museum Záhorie zu besichtigen.

Gleich in der Nähe der St. Georgs Rotunde finden sich die Überreste des alten jüdischen Friedhofs aus dem späten 17. Jahrhundert, welcher innerhalb der ehemaligen Stadtmauern von Skalica liegt.

Die Atmosphäre an diesem Tag ist ganz speziell, ein Hauch von Nebel breitet sich über die vor langer Zeit verlassenen Gräber aus, hier und da dringt die Sonne durch die dichten Baumkronen, auch wenn gleich in der Nähe eine Straße mündet und beim nahegelegenen Parkplatz ein reger Verkehr herrscht, fühlt man sich dennoch, mitten im Leben, zwischen den Gräbern allein. 

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