Baby im Museum – Teil 4 – MUMOK / Leopoldmuseum

Bei strömenden Regen machten wir uns gemeinsam mit einer Freundin und ihrer 8 Jahre alten Tochter auf den Weg ins MUMOK, da wir noch die zu Ende gehende Ausstellung von Josef Dabernig unbedingt sehen wollten. Über die zahlreichen Treppen konnten und wollten wir den Zwillingswagen und samt der dazu gehörigen Besatzung nicht gehen, also fuhren wir zum Aufzug. Allerdings war dieser gesperrt, so dass wir das MUMOK an diesem Tag leider nicht besuchen konnten. Auf Rückfrage beim MUMOK selbst, teilte dieses mit, dass sie von der Sperre gar nichts wussten, sondern die Museumsbetriebs GmbH den Aufzug, ohne Verständigung des MUMOKs, gesperrt hatten. Angesichts des Wetters war es etwas ärgerlich, allerdings werden wir jetzt das MUMOK und die Ausstellung Cosima von Bonin besuchen können.

Da es an diesem Tag wirklich stark regnete, beschlossen wir ins Leopoldmuseum auszuweichen. Auch hier ist das Museum auf dem kürzesten Weg nur über Treppen erreichbar, folgt man aber der Beschilderung, so kommt man zu einem Lift, mit dem man zum Museum fahren kann. Wer schon mal beim Leopoldmuseum war, weiß, dass der Eingang mit Drehtüren ausgestattet ist. Ein Durchkommen mit einem Kinderwagen ist eher nicht zu empfehlen, mit einem Zwillingskinderwagen ist ein Versuch sowieso sinnlos. Jetzt standen wir aber vor dem Problem, wie kommen wir ins Museum hinein. Es gibt eine Türe, allerdings mussten wir auf uns erstmal aufmerksam machen, damit uns jemand überhaupt die Türe öffnete. In dem Fall war es gut, dass wir zwei Erwachsene waren, so konnte einer (durch die Drehtüre) hinein und auf unsere Situation aufmerksam machen. Man stelle sich das natürlich noch bei strömenden Regen vor (nicht gerade angenehm).

Freien Eintritt haben im Leopoldmuseum nur Kinder unter 7 Jahren, darüber muss ein Eintritt in der Höhe von € 7,- bezahlt werden (aber auch nur, wenn ein entsprechender Schülerausweis vorgezeigt wird). Wir entschlossen uns daher ein Familienticket für € 25,- zu kaufen (2 Erwachsene und 2 Kinder). Der Einzelpreis für einen Erwachsenen würde € 12,- ausmachen, daher zahlte sich das Familienticket aus.

Die einzelne Stockwerke und somit Ausstellungsräumlichkeiten sind mit einem der beiden Lifte gut zu erreichen, wobei man als Besucher mit Kinderwagen und kleinen Kindern schon darauf hingewiesen werden muss, dass man mit etwas Wartezeit an den Liften rechnen muss und daher für den Besuch lieber einen Tag und eine Uhrzeit wählen sollte, wo der Andrang doch nicht so groß ist.

Angesehen haben wir uns, neben der Dauerausstellung, noch die anlässlich des Gedenkjahres 2014 stattfindende Ausstellung „Trotzdem Kunst! Österreich 1914-1918“.

Besucht haben wir auch noch unser Lieblingsbild (I. Egon Schiele, Stilisierte Blumen vor dekorativem Hintergrund, 1908 (Leopoldmuseum)).

Fazit:

Das Hineinkommen ins Museum mit Kinderwagen (ohne zweiten Erwachsenen) ist etwas mühsam, da man entweder seine Kinder draußen alleine stehen lässt (nein danke) oder gegen die Scheibe klopft und hofft, dass man gesehen und gehört wird.

Wenn man (noch) mit einem Kinderwagen oder Zwillingswagen unterwegs ist, muss man den Aufzug zwischen den Stockwerken benutzen, daher mit etwas Wartezeit und Mauzerei rechnen (bedingt durch die zahlreichen Stockwerke, die es im Museum gibt und da auch viele andere den Lift benutzen und dieser ein paar voll besetzt zu uns kam).

Zu beachten ist auch noch, dass das Leopoldmuseum relativ groß ist und selbst für einen Erwachsenen das Betrachten der zahlreichen Bilder mit der Zeit anstrengend wird. Somit ist man mit Kindern in einer gewissen Zwickmühle – Kunstgenuß – Aufmerksamkeitsspanne der Kinder. Wichtig ist, dass man es nicht übertreibt und das es den Kleinen und den Größeren Spaß macht Kunst zu betrachten.

Das Leopoldmuseum bietet für Kinder ab 5 Jahren Kinderworkshops der unterschiedlichsten Art an sowie das LEO Kinderatelier. Nähere Informationen sind hier abrufbar: http://www.leopoldmuseum.org/de/fuehrungen/kinder-familie/leo-kinderatelier

Nähere Informationen zum Leopoldmuseum siehe hier.

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