Als Kind habe ich mit der damals so unhandlichen Kamera meines Vaters, recht überzeugt und stolz von meinem Können, Selbstporträts (Gesicht inkl. Nahaufnahmen der Nase, Augen, Mund oder Beine, Füße etc.) angefertigt. Mir war allerdings das finanzielle Ausmaß verschossener Filme unbekannt, somit erfreuten sich meine Eltern des öfteren 36 Fotos gänzlich von mir entwickeln zu dürfen. Wer hätte sich in den 90ern vorstellen können, dass im 21. Jahrhundert das mobile Telefon auch fotografieren kann? Ich erinnere mich an diese archaische Zeit, als meine Mutter liebevoll: „Geh aus dem Internet, ich muss mal telefonieren!“ ins Kinderzimmer schrie. Mittlerweile hat meine Selbstporträt-Kunst der 90er Jahre, welche ihre Inspiration einem netten Briten namens Mr. Bean entnommen worden ist, sogar eine Begrifflichkeit erhalten: Selfie. Zugegebenermaßen, Mr. Bean war es… Er hat meines Erachtens diese Form der Autofotografie verkörpert.

Das wir liebend gern an Blogparaden teilnehmen, zeigt schon der Blick in diese Übersicht. Besonders gern haben wir die kreative Auseinandersetzung mit einem vorgegebenen Thema. Als Gudrun von Reisebloggerin zur Blogparade #MärkteausallerWelt aufrief, musste ich sofort an die Marktdarstellungen der Alten Meister aus dem Kunsthistorischen Museum, im Besonderen an Pieter Aertsen denken. Daher von uns wieder ein etwas anderer Beitrag zum Thema – Marktdarstellungen in der Kunst.

Dank Michael Kröger, der für die erste Ausgabe der NEUE kunstwissenschaftliche forschungen einen wunderbaren Artikel geschrieben hat, haben wir das Marta Museum kennengelernt. Besonders gefreut haben wir uns, als es dann noch das Marta zum Museum des Jahres 2014 gekürt wurde. Leider hatten wir für einen persönlichen Besuch noch keine Zeit, aber nun genug Gründe um an der Blogparade #Besuchermacht teilzunehmen.