Jüdisches Museum Wien

Im letzten Jahr riefen die Instagamers Austria sowie ICOM Austria zum Posten von Bildern, versehen mit den Hashtags #goodmuseum & #badmuseum auf. Das es da etwas zu gewinnen gab, erfuhren wir Ende Dezember. Der Gewinn konnte sich sehen lassen ! Und so ging es mit anderen Instagrammern am 10.1. in die Virgilkapelle und danach ins Jüdische Musem.

Zunächst ging es um 9.00 h in die Virgilkapelle, über die wir demnächst ausführlicher berichten werden, danach ins Jüdische Museum in die Dorotheergasse, wo uns ein levantinisches Frühstück erwartete.

Jüdisches Museum Dorotheergasse

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Im Restaurant Eskeles wurden wir von der Leiterin des Vermittlungsteams, Hannah Landsmann, herzlichst begrüsst. Bei Matcha Latte (ja den gibt es dort und er schmeckt ausgezeichnet !!!), einem Cafe au Lait und Borekas erfuhren wir interessantes über das Restaurant, dessen angebotene Speisen koscher-style (kein Kashrut-Zertifikat, nicht koscher, aber es gibt kein Fleisch) sind.

Danach ging es rauf in das Schaudepot, wo uns Hannah Landsmann eine spannende Einführung in die Geschichte des Jüdischen Museums, Aufbau der Sammlung und der Sammlungsgegenstände gab.

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Im Schaudepot befindet sich die Sammlung der Israelitischen Kultusgemeinde (Dauerleihgabe der Kultusgemeinde), Privatsammlungen wie zB von Max Berger oder Martin Schlaff sowie die Neuerwerbungen des Museums.

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In der mittleren Vitrine offenbart sich die historische Dimension der gesammelten Objekte – die Längsseite zeigt Wiener Objekte, die Schmalseiten Bundesländer, wie zB Krems.

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Die moderneren Vitrinen enthalten die Neuerwerbungen des Museums, eine gelb beleuchtete zeigt eine Intervention von VALIE EXPORT.

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Donnerstag, 24. April Geg. ½ 11h fahre z. Lucie, die ich am Rabensteig treffe. Ilse Mezei, 1941

In einer Vitrine befinden sich Objekte, die sich vom Betrachter abgewandt befinden. Es handelt sich hier um die Sammlung an antisemitschen Objekten, die Martin Schlaff zusammen trug. Diese Vitrine wurde mit einem Spiegel versehen, so dass man sich beim Betrachten dieser Objekte immer selbst im Spiegel sieht.

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Hannah Landsmann verstand es uns die Objekte und die Ideen der Sammlung sehr gut zu vermitteln. Der Folder des Schaudepots beinhaltet Piktogramme, so dass man anhand dieser sehr gut, die ausgestellte Stücke identifizieren kann.

Danach besuchten wir noch die derzeit aktuellen Ausstellungen – Die Universität. Eine Kampfzone – sowie Post41 – Berichte aus dem Getto Litzmannstadt. Beide Ausstellungen sind noch bis Ende März zu sehen und für Studierende gibt es freien Eintritt in die Ausstellung Die Universität ! – Link

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Dauerausstellung im Jüdischen Museum in der Dorotheergasse ist ebenfalls sehr sehenswert: Unsere Stadt ! Jüdisches Wien bis heute.

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Facts zum Jüdischen Museum

2 Standorte
Dorotheergasse & Judenplatz

Öffnungszeiten:
Sonntag – Donnerstag von 10.00 bis 18.00 h
Freitag von 10.00 bis 14.00 h (Judenplatz)
Freitag von 10.00 bis 18.00 h (Dorotheergasse)
Samstag geschlossen

Eintrittspreise:
€ 10,- Normalpreis (€ 8,- ermäßigt)
Kinder bis 18 Jahre haben freien Eintritt

Homepage:
http://www.jmw.at/de

Wir danken dem Jüdischen Museum Wien, dem Wien Museum, ICOM Austria und Instagramers Austria für einen absolut gelungen Sonntag, der uns aus dem Staunen nicht herausbrachte. Demnächst kommt der Beitrag über die Virgilkapelle, mit der wir uns schon in einem Beitrag näher beschäftigten (Crowdfunding Aktion bezüglich der Publikation).

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