Mein Freund Hiroji Kubota und ich

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Im WestLicht – Schauplatz für Fotografie, Westbahnstraße 40, 1070 Wien, läuft augenblicklich (03.03. – 22.05.2016) die Retrospektive des japanischen Magnum Fotografen Hiroji Kubota (*1939, Tokyo). Unter dem Motto #NachtsImMueseum waren die Instagramers Austria zu einer abendlichen Führung mit der Kunstvermittlerin Eva Mühlbacher geladen und ich war auch dabei.

Ich wusste nicht viel über Hiroji, aber seine Fotografien gefielen mir, denn sie haben eine besondere Ausstrahlung, daher freute ich mich einen Platz ergattert zu haben.

1961 begleitet Hiroji die Fotografen der Agentur Magnum, wie beispielsweise Elliott Erwitt, Burt Glinn und René Burri, als Fahrer und Übersetzer. Da Hiroji eine Bezahlung ablehnte, wurde er von „Burri eine Leica M3, von Erwitt die englische Ausgabe der damaligen Fotografenbibel von Magnum Gründer Henri Cartier-Bresson – Images à la sauvette / The Desicive Moment“ beschenkt.

Dies war wohl die beste Entscheidung seines Lebens, da sich ihm somit neue Türen öffneten. 1962 verschlug es Hiroji nach Amerika, wo er auf die Unterstützung seiner Magnum-Freunde, die in ihm großes Potenzial erachteten, bauen konnte. Bereits 1965 konnte er seinen Lebensunterhalt als freier Fotograf bestreiten, ab 1971 gehörte er zum Team der Agentur Magnum.

Wer bei der Vernissage nicht teilnehmen konnte, verpasste leider den Künstler, der persönlich über sein Œuvre und seine Vita sprach. Ich war leider krank…

Bei der Führung allerdings wurde seine ruhige, gelassene Art dennoch vermittelt. Außerdem sprechen seine Bilder eine klare, gefühlvolle und somit sehr menschliche Sprache. Man hat den Eindruck durch die Fotografien den Künstler persönlich kennenlernen zu dürfen.
Abschließend wurde nicht nur ein Gruppenfoto zur Erinnerung gemacht, sondern auch ein ganz persönliches Polaroid-Foto. Jeder konnte sich seine Pose vor oder mit dem Lieblingsbild aussuchen, ich entschied mich für Hiroji.

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