Salzburg als Stadt der traditions- und brauchtumsaffinen Anwohner, die niemals ohne Dirndl bzw. Lederhose das Haus verlassen, sich von Mozartkugeln und Salzburger Nockerl ernähren und mindestens einmal am Tag auf die Festung hinauf spazieren, dabei den Rainermarsch pfeifen und oben angekommen „Jeeedeeermaaannn!!!“ herunterrufen, Salzburg als Stadt der schönen und reichen Menschen, mit ihren bis oben hin zugeknöpften Hemden, die nur in Hauben- und Sternelokalen speisen, Champagner aus barocken Kristallgläsern schlürfen und dazu die Salzburger Nachrichten und NUR die Salzburger Nachrichten lesen, Salzburg als Stadt der Kenner der klassischen Musik die aber schon mal kurzzeitig vergessen ob Fidelio eine Oper oder eine italienische Käsesorte ist… so – oder so ähnlich ist es doch, nicht wahr!?

„Kunst ist für alle Menschen da – Jeder ist herzlich willkommen!“

Ein Satz, den man auf der Website des Kunstmuseums Waldviertel zu lesen bekommt. Ein Satz, der so einige Zweifel aufwirft. Wie soll das denn gehen? Ja, dass jeder herzlich willkommen ist, gut, das kann man sich ja noch vorstellen. Aber dass Kunst für alle Menschen da ist? Da fallen mir als Kunsthistorikerin natürlich gleich ein paar „Aber“ ein. Das liegt doch am Preis, an der Zugänglichkeit, am Backgroundwissen. Beispielsweise. Kunst hat ja durchaus etwas Exklusives.

Dank Michael Kröger, der für die erste Ausgabe der NEUE kunstwissenschaftliche forschungen einen wunderbaren Artikel geschrieben hat, haben wir das Marta Museum kennengelernt. Besonders gefreut haben wir uns, als es dann noch das Marta zum Museum des Jahres 2014 gekürt wurde. Leider hatten wir für einen persönlichen Besuch noch keine Zeit, aber nun genug Gründe um an der Blogparade #Besuchermacht teilzunehmen.