Als Kind habe ich mit der damals so unhandlichen Kamera meines Vaters, recht überzeugt und stolz von meinem Können, Selbstporträts (Gesicht inkl. Nahaufnahmen der Nase, Augen, Mund oder Beine, Füße etc.) angefertigt. Mir war allerdings das finanzielle Ausmaß verschossener Filme unbekannt, somit erfreuten sich meine Eltern des öfteren 36 Fotos gänzlich von mir entwickeln zu dürfen. Wer hätte sich in den 90ern vorstellen können, dass im 21. Jahrhundert das mobile Telefon auch fotografieren kann? Ich erinnere mich an diese archaische Zeit, als meine Mutter liebevoll: „Geh aus dem Internet, ich muss mal telefonieren!“ ins Kinderzimmer schrie. Mittlerweile hat meine Selbstporträt-Kunst der 90er Jahre, welche ihre Inspiration einem netten Briten namens Mr. Bean entnommen worden ist, sogar eine Begrifflichkeit erhalten: Selfie. Zugegebenermaßen, Mr. Bean war es… Er hat meines Erachtens diese Form der Autofotografie verkörpert.

Michelle van der Veen und Angelika Schoder schrieben im Sommer bzw. im Herbst einige tolle Artikel zu Blogger Relations im Kunst- und Kulturbereich in Deutschland. Da stellte sich uns natürlich die Frage, wie ist der Status Quo in Österreich und Ende November haben wir unsere „Serie“ zu Blogger Relations im Kunst- und Kulturbereich in Österreich begonnen.

Dank Michael Kröger, der für die erste Ausgabe der NEUE kunstwissenschaftliche forschungen einen wunderbaren Artikel geschrieben hat, haben wir das Marta Museum kennengelernt. Besonders gefreut haben wir uns, als es dann noch das Marta zum Museum des Jahres 2014 gekürt wurde. Leider hatten wir für einen persönlichen Besuch noch keine Zeit, aber nun genug Gründe um an der Blogparade #Besuchermacht teilzunehmen.

Die Aspekte der #BloggerRelations sind sehr vielfältig. Sie reichen von den Fragestellungen des Zugangs zum Pressebereich der Museen für Blogger_innen, über die „leidige“ Frage des Fotografierens (das bei einigen Events während der Bloggerreisen nicht geklärt war und somit heftige Diskussionen auf Twitter auslöste), Bloggerevents, hin zur Frage der Auswahl der Teilnehmer_innen an einem solchen Event bis zu den rechtlichen Fragestellungen, die nicht vernachlässigt werden dürfen.

Viele Museen bieten für ihre Freunde interessante Programme, Ermäßigungen, spezielle Events und vieles mehr an. Beide Seiten profitieren, die Museen, die durch die Einnahmen eine finanzielle Unterstützung erhalten, aber auch die Mitglieder. An dieser Stelle möchten wir einen Überblick über die jeweiligen „friends of …“ – Programme liefern. Da die Angebote sehr umfangreich sind, konzentrieren wir uns auf das klassische ordentliche Mitglied. Die Membership-Modelle sind sehr unterschiedlich, sie reichen vom ordentlichen Mitglied, über unterstützende, fördernde Mitgliedschaft, bis hin zu exklusiven Modellen.

Ausführlichere Informationen, auch über die Mitgliedsbeiträge anderer Gruppen (Senioren, Studenten) können über den jeweiligen, angeführten Link nachgelesen werden.