Tradition und Moderne Salzburg – es brodelt | Magnolia Music & Arts

© Magdalena Griesner

Salzburg als Stadt der traditions- und brauchtumsaffinen Anwohner, die niemals ohne Dirndl bzw. Lederhose das Haus verlassen, sich von Mozartkugeln und Salzburger Nockerl ernähren und mindestens einmal am Tag auf die Festung hinauf spazieren, dabei den Rainermarsch pfeifen und oben angekommen „Jeeedeeermaaannn!!!“ herunterrufen, Salzburg als Stadt der schönen und reichen Menschen, mit ihren bis oben hin zugeknöpften Hemden, die nur in Hauben- und Sternelokalen speisen, Champagner aus barocken Kristallgläsern schlürfen und dazu die Salzburger Nachrichten und NUR die Salzburger Nachrichten lesen, Salzburg als Stadt der Kenner der klassischen Musik die aber schon mal kurzzeitig vergessen ob Fidelio eine Oper oder eine italienische Käsesorte ist… so – oder so ähnlich ist es doch, nicht wahr!?

 © Magdalena Griesner
© Magdalena Griesner

Die Mozartstadt  hatte es nicht immer leicht und ist nach wie vor mit vielen Klischees behaftet. Dass es den typischen „Salzburger“ (nicht) gibt wurde erst neulich mittels einer Umfrage der Salzburger Nachrichten sorgfältig recherchiert und dargelegt. Salzburg verfügt über einen reichen Kulturschatz auf den man natürlich auch stolz sein darf. An alt bewährten Traditionen wie den Salzburger Festspielen sollte man festhalten. Trotzdem finden wir, dass sich dieser Tage bei der „New Generation“ in Salzburg ganz schön was tut. Frische Konzepte und neue, innovative Ideen – angefangen bei hippen Burger Restaurants, gemütlichen Coffee Shops, themenspezifischen Souvenierläden bis hin zu Kino unter Sternenhimmel und open-Air Konzerten außerdem Blogger-Events uvm. beleben die Stadt. Besonders im Sommer gibt es hier eine ganze Menge mehr zu erleben als den typischen High-Society-Kram.

Da wäre zum Beispiel der Salzbeach im Volksgarten, wo im Sommer regelmäßig live Konzerte und Freiluftkino angesagt sind, die – wenn es zur Abwechslung mal nicht regnet – tatsächlich auch stattfinden. Oder die Salzachgalerien, welche an mehreren Wochenenden von Mai bis September den größten open-Air Kunstbasar Österreichs bilden. Veranstaltungen wie das Kaiviertel- und Linzergassenfest bieten kulinarische und musikalische Highlights. Wer seine Sinne schärfen will, dem sei das „Dinner in the Dark“ empfohlen – wo beim 3-gängigen Überraschungsmenü ein kulinarisches Hochgefühl der anderen Art zu erwarten ist.

Chill doch mal!

 © Magdalena Griesner
© Magdalena Griesner

Der Entspann- und Wohlfühlfaktor wird bei SALZBURG als Stadt der Schickeria und High-Class-Festspielgäste oft unterschätzt. Auf den ersten Blick scheint Salzburg wie ein Ort, wo die Aktivität des “Abhängens” ein echter Luxus ist, den sich nur Touristen oder ein paar privilegierte Studenten leisten können. Die restlichen Anwohner müssen den ganzen Tag schuften, entweder weil sie sich ihr Leben anders nicht leisten können (wäre ja kein Wunder bei den Mietpreisen), oder weil Arbeit derzeit einfach das größte Statussymbol ist.

Doch Schein ist bekanntlich nicht immer sein. Salzburg verfügt nicht nur über eine nicht zu verachtende Kaffeehaustradition, sondern auch das „Abchillen“ ist ein geschätzter Bestandteil des städtischen Lifestyles. Es ist so eingebettet in den Alltag der Bewohner, dass es neben Überstunden und strikten Fitnessplänen immer noch genügend Raum findet – vorausgesetzt das Wetter spielt mit.

Viel Spaß in der wahrscheinlich schönsten Stadt der Welt, eure Magnolia

_______________________________

Über die Autorin:

Magdalena Griesner (Kulturbloggerin)
Magnolia Music & Arts

 © Magdalena Griesner
© Magdalena Griesner

Magdalena Griesner liebt und lebt Kunst und Kultur. Ihr Blog ist voll von Ausstellungs-, Konzert- und Theaterberichten, die das kunst- und kulturverliebte Herz höherschlagen lassen. Hier ist man richtig, wenn man nach Geheimtipps in der Stadt Salzburg sucht: Auf Messen, Konzerten, Vorträgen oder auch auf Flohmärkten findet die angehende Master of Arts-Absolventin immer wieder frische Ideen junger Künstler und traditionell bewährte Klassiker.

Wer die wöchentlichen Posts regelmäßig verfolgt, merkt schnell: Hier ist eine Minimalistin mit Auge fürs Detail am Werk. Sowohl die Optik des Blogs, als auch die Orte und Veranstaltungen, die „Magnolia M&A“ ihren LeserInnen vorstellt, sind reduziert auf visuelle Eindrücke und interessante Facts. Auf Facebook ist man so immer über die wichtigsten Dinge im Salzburger Kulturgeschehen informiert.

Wir danken Magdalena von Magnolia Music & Arts herzlichst für den schönen Beitrag über Salzburg!

 

Print Friendly