#artbookfriday – Elfie Semotan – Eine andere Art von Schönheit

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Für Mode-, Fotografie-, sowie Kunstliebhaber bringt der heutige #artbookfriday etwas Besonderes, die im Brandstätter Verlag erschienene Autobiographie von Elfie Semotan – Eine andere Art von Schönheit.

Schönheit ist etwas sehr Differenziertes,
das in so vielen Formen aufblitzen kann.1)   Elfie Semotan, Eine andere Art von Schönheit, Wien 2016, S. 29.

Auf 240 Seiten, in 21 Kapiteln und in 192 Fotografien eröffnet Elfie Semotan dem Leser nicht nur einen Einblick in das Werden der berühmten Fotografin, sie entführt uns auf eine Reise durch das Leben des Menschen Elfie Semotan.

Sie erzählt über ihr Schicksal, ihre Arbeit, die Kraft, die sie auch nach den vielen Schicksalsschlägen aufbringen musste, lässt uns teilhaben an Erinnerungen an geliebte Menschen, unerschütterlichen Freundschaften, komplizierte Beziehungen und Familie, an intensiven und vergangenen Zeiten und speziellen Momenten zwischen ihrer Wohnung in Wien, ihrem geliebten Haus in Burgenland und dem Loft in New York, an Orten die ihrem Herzen nahe stehen und Eckpunkten, die sie in ihrem Schaffen für immer prägen und weiterbringen sollten und sie in ihrer Arbeit immer wieder aufs Neue herausgefordert haben.

Das Digitale mit der vorgespiegelten Perfektion verhindert mitunter, dass man den Dingen noch weiter auf den Grund geht. Denn nichts, was wirklich hervorragend sein will, funktioniert so schnell.2)   S. 37

 

Der kunstgeschichtlicher Aspekt begleitet sie stets in ihrer Arbeit und dient vielen ihrer Fotografien nicht nur als Inspiration, sondern als kostbare Bezugsquelle. Ihre Liebe zu Kunst, Mode und dem Schönen, ihre erste Begegnung mit der Kunst und dem kleinen Nilpferd (S. 124), das sie so faszinierte, dieselbe Kunst, die für sie Freiheit verkörperte, das alles sind die Essenzen, die ihre Fotografien ausmachen.

Die Kunst ist ein unerschöpfliches Reservoir an neuen Ideen, Sichtweisen und persönlichen Interpretationen, eine Erweiterung des Horizonts und Inspiration für jede Arbeit.3)   S. 127

Fazit

Elfie Semotan gelingt es uns nicht nur an ihrem Leben teilhaben zu lassen, sondern auch durchaus kritische und schwierige Punkte anzusprechen, die über die Welt der/des Schönen, Mode hinausgehen.

Ihr Anliegen, die Individualität des Menschen durch das Medium der Fotografie hervorzuheben (14 CHARAKTERBILDER, S. 132), sowie der Wunsch sich künstlerisch (z.B. D Magazine – Serie „Hysterie“) mit der Stellung der Frau in der Gesellschaft durch die Fotografie auseinanderzusetzen (19 FRAUEN, S. 206) sind nur einige der spannenden Ansätze dieser lesenswerten Autobiographie, die durch die Fotografie von Elfie Semotan untermalt wird und über die Modefotografie hinausgeht.

Kein Mensch erwartet Stillleben von mir, doch in sie kann ich all meine Erfahrung stecken, ich kann sie so gestalten, wie ich will. Sie zeigen, wie ich bin, wie ich sehe, und was mir zu sehen wichtig erscheint.

Ich genieße das.4)   S. 232

Facts

  • Titel: Eine andere Art von Schönheit
  • Autorin: Elfie Semotan
  • 240 Seiten, 192 Abbildungen
  • Brandstätter Verlag
  • Preis: ca. € 35,00

Wir danken dem Brandstätter Verlag für die Übersendung eines Rezen­sion­sex­em­plares! Diese Rezen­sion erscheint im Rah­men des #art­book­fri­day, ins Leben gerufen von Muse­um­lifestyle.

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Fußnoten   [ + ]

1.   Elfie Semotan, Eine andere Art von Schönheit, Wien 2016, S. 29.
2.   S. 37
3.   S. 127
4.   S. 232