Nicht nur als Kunsthistoriker_in stößt man immer wieder an seine Grenzen wenn es um die Nutzung digitaler Inhalte und Bildmaterialien geht. Was kann ich verwenden? Welche Voraussetzungen muss ich bei einer Nutzung beachten und erfüllen? Wie verhält sich dabei der urheberrechtliche Aspekt? Dies ist nur ein kleiner Anbruch der Fragen auf die man tagtäglich als Geisteswissenschaftler_in bei seiner Arbeit stößt.

Wie schon der Titel der 2015 im Rahmen der Berliner Schriften zur Kunst im Wilhelm Fink Verlag erschienene Publikation verrät, stehen diesmal die Routen als Ansatzpunkt der künstlerischen Produktion, der Vernetzung und des kulturellen Transfers im Fokus der an die gleichnamige Konferenz anknüpfenden Publikation.

Den aufmerksamen Leser_innen unserer Webseite ist bekannt, dass wir uns immer wieder mit Aspekten der feministischen Kunstgeschichte auseinander setzen. Neben der Pinkifizierung, Rabenmüttern und #regrettingmotherhood, Frauen im Selbstporträt oder Die bessere Hälfte, haben wir uns vor längerer Zeit (genauer gesagt bereits 2009) einige Gedanken zu der Thematik “Einführung in Bildtheorien und Kanones feministischer Kunstgeschichte ‐ Warum sind Fragen der Geschlechterkonstruktionen der blinde Fleck der Bildwissenschaft?” gemacht, deren Ergebnisse selbst nach Jahren nichts an Aktualität und Brisanz verloren haben.

If you hear a voice within you saying, ‘You are not a painter,’ then by all means paint, boy, and that voice will be silenced.

Vincent van Gogh