Kunstwerke von Weltrang in der Provinz – wie Wiesbaden nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem Aufbewahrungsort für deutsche Museumsschätze wurde

Autorin: Tanja Bernsau

Rund 700.000 Kunstwerke lagerten nach Kriegsende in den Räumen des heutigen Landesmuseums Wiesbaden, darunter etwa die Büste der Nofretete, der Welfenschatz oder die Sammlung des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt. Verantwortlich dafür waren die „Monuments Men“, eine anglo-amerikanische Militäreinheit, die es sich zur Aufgabe gemacht hatte, europäisches Kulturgut vor den verheerenden Schäden des Zweiten Weltkriegs zu bewahren. Daneben waren sie auf der Suche nach Raubkunst, nach Kunstwerken, die von den Nationalsozialisten in den besetzten Gebieten, vor allem aber von den entrechteten Juden geraubt worden waren. Diese Kunstwerke führten die Kunstschützer in zentralen Sammelstellen, sogenannten „Central Collecting Points“ zusammen – eine davon war in Wiesbaden beheimatet. Die Geschichte dieser Truppe, offiziell als „Monuments, Fine Arts, and Archives-Section“ (kurz: MFA&A) bezeichnet, wurde im letzten Jahr von George Clooney in einem Hollywoodfilm gewürdigt.

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Anett von Stadtsatz rief zur Blogparade zum Thema #RAUMGEFÜHL. Auf In-Arcadia-Ego widmen wir uns demnächst dem Michaelerturm in Bratislava, auf legesartes möchten wir natürlich ein Gebäude vorstellen, das auch zu unserer Webseite passen soll. Ein Gebäude, mit einer bewegten Geschichte, aber auch im Kontext von Kunst und Recht stehend – der Justizpalast am Schmerlingplatz in Wien.

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Die 21 Tage lang andauernde Untersuchungshaft, das darauf folgende Strafverfahren von ca. 4 Wochen sowie die Verurteilung zu 3 Tagen schwerem Arrest von Egon Schiele markiert einen wichtigen Wendepunkt in seiner Kunst.((Wischin, S. 11)) Was war passiert ? Warum wurde gegen Egon Schiele Anklage erhoben ? Wie wirkten sich diese Umstände auf seine Kunst aus ?

"Strafverfahren gegen Egon Schiele" weiterlesen

Kunstzerstörung umfasst mehrere Aspekte:

  • die gewollte/bewusste Zerstörung durch einen Künstler selbst
  • die mutwillige Zerstörung eines Kunstwerkes
  • die irrtümliche Zerstörung eines Kunstwerkes (Putzunfälle)
  • Reaktion der Kunst auf Kriege, Vernichtung, Zerstörung

Ab Mitte des 20. Jahrhunderts stieg das künstlerische Interesse an Zerstörung und Demontage. Diesen Gesichtspunkten widmet sich die noch bis zum 15.2.2015 zu sehende Ausstellung „Damage Control“ im Kunsthaus Graz.

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Wir freuen uns, die Erscheinung des Handbuchs Kunstrecht beim Manz Verlag bekanntgeben zu können. Herausgeber sind die Arcadia-Co-Betreiberin Alexandra Pfeffer und Roman Alexander Rauter. Weitere Autoren sind MMag. Maria Männig, MMag. Alexander Koller, Mag. Peter Aufreiter und MMag. Ursula Schrammel (vom Belvedere), Mag. Claire Fritsch, MMag. Dr. Erika Pieler und Dr. Leonhard Reis.

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