Paris: na klar. Wunderschön, immer wieder viel zu sehen, eine unerschöpfliche Vielfalt von Museen und Ausstellungen. Ich fahre regelmäßig hin, seit jeher, mal allein, mal mit Mann oder Freundin. Und in den letzten Jahren ganz besonders gern mit meinen Töchtern.

Salzburg als Stadt der traditions- und brauchtumsaffinen Anwohner, die niemals ohne Dirndl bzw. Lederhose das Haus verlassen, sich von Mozartkugeln und Salzburger Nockerl ernähren und mindestens einmal am Tag auf die Festung hinauf spazieren, dabei den Rainermarsch pfeifen und oben angekommen „Jeeedeeermaaannn!!!“ herunterrufen, Salzburg als Stadt der schönen und reichen Menschen, mit ihren bis oben hin zugeknöpften Hemden, die nur in Hauben- und Sternelokalen speisen, Champagner aus barocken Kristallgläsern schlürfen und dazu die Salzburger Nachrichten und NUR die Salzburger Nachrichten lesen, Salzburg als Stadt der Kenner der klassischen Musik die aber schon mal kurzzeitig vergessen ob Fidelio eine Oper oder eine italienische Käsesorte ist… so – oder so ähnlich ist es doch, nicht wahr!?

Obwohl Reykjavík 2010 europäische Kulturhauptstadt war, ist die Kultur der isländischen Hauptstadt kein klassischer Tipp in den deutschen Feuilletons. Dabei sind die Isländer unglaublich kreativ und schöpferisch: Kunst und Kultur in all ihren Facetten selbst zu erschaffen, gehört zum alltäglichem Selbstverständnis dazu.

Architecture begins where engineering ends.
Walter Gropius